Glaubenssätze und ihr Einfluß auf dein Leben

Glauben und Wissen: ein gewaltiger Unterschied.

Der Unterschied zwischen „glauben“ und „wissen“ ist entscheidend für unser Leben. Um dieses darzustellen, nähern wir uns diesen Begriffen mit ihren Definitionen

Glauben, althochdeutsch „gilouben“:
vertrauen, zustimmen, aufgeben, glauben an, für wahr halten, gläubig sein (V.), vom Glauben erfüllt sein (V.), Glauben schenken, trauen, beipflichten, gelten lassen, annehmen, vermuten, meinen, verlassen (V.), jemanden verlassen (V.), etwas verlassen (V.), verzichten, verzichten auf, verfehlen, etwas verfehlen, herausfallen, herausfallen aus, ablassen, ablassen von, abfallen, sich entfernen, sich distanzieren, sich auflösen, sich entziehen, entmutigt werden […]
Quelle: Althochdeutsches Wörterbuch

Wissen, althochdeutsch „wizzan“:
kennen, verstehen, erfahren (V.), erkennen, begreifen, jemanden als jemanden erkennen, vermögen […]
Quelle: Althochdeutsches Wörterbuch

Sprachgeschichtlich ist der wesentliche Unterschied also vertrauen und vermuten auf der Seite des Glaubens und erfahren auf der Seite des Wissens. Schau dir die kompletten Defintionen für dich selbst genauer an. Dann kannst du erfahren, was dir ins Auge springt. Du musst – und sollst – nicht glauben was ich schreibe. Sondern ich möchte dich zum selbst erfahren inspirieren.

Mit zwei Beispielen möchte ich den Unterschied leichter verständlich machen:

  • als Kind hieß es bei uns zu Hause immer, dass ich mich bei Regen oder Kälte dick anziehen müsse. Sonst bekäme ich eine Erkältung. Irgendwann mit 30 ist mir aufgefallen, dass ich deutlich häufiger eine verstopfte Nase oder Husten hatte, als meine damalige Freundin. Diverse Blutuntersuchungen, Nahrungsergänzungsmittel und Bücher später, hatte ich viele Theorien kennengelernt und viel vertraut und ausprobiert. Es hatte sich aber nichts geändert. Erst nachdem ich die Psychologie kennenlernte und verstanden habe, dass es Glaubenssätze gibt und wie sie wirken, konnte ich in T-shirt und kurzer Hose lachend in strömendem Herbstregen laufen gehen. Und: mir war warm dabei und ich bekam anschließend keine Erkältungs-Symptome.
  • gemeinsam mit der erwähnten damaligen Freundin habe ich einen Sohn. Irgendwann lief unsere Beziehung nicht mehr so, wie wir es uns erhofft hatten. Nachdem wir uns über eine Trennung unterhalten haben, begann für mich eine anderthalbjährige Reihe an Versuchen, die Beziehung noch „zu retten“. Ich wollte auf keinen Fall mein Weltbild einer intakten Familie aufgeben. Meine Vermutung war, dass es meinem Sohn dann sehr schlecht geht. Und mir auch. Tag für Tag habe ich aber erfahren, dass weder ich noch einer der anderen damit glücklicher ist. Ich habe Stück für Stück erlebt und erfahren, dass auch ich mich so nicht wohl fühle. Erst dann konnte ich gehen.

Wie Glaubenssätze dein Leben bestimmen

Nach unserer Geburt sind wir komplett abhängig. Wir können uns nicht selbst ernähren, wärmen und Liebe geben. Wir sind darauf angewiesen, dass uns jemand füttert und begleitet. Und wir vertrauen diesem jemand, denn schließlich gibt dieser Mensch uns ja etwas zu essen und so gut es für ihn selbst geht Liebe. In den ersten Jahren lernen wir sehr viel durch Kopieren. Dazu gehört auch das Verhalten der Menschen in unserem Umfeld. Und dieses Verhalten ist durch ihre inneren Einstellungen und ihre eigenen Annahmen zu sich selbst und der Welt bestimmt.
In der Psychologie gibt es hierzu den Begriff des Glaubenssystems, der die Gesamtheit aller Auffassungen und Einstellungen darstellt. Das Glaubenssystem beeinflusst die Wahrnehmung der Umwelt und des Menschen sowie des Zusammenwirkens von beiden.

Wie erzeugen wir unsere Wirklichkeit

Über unsere Sinneswahrnehmungen nehmen wir jede Situation und jeden Moment wahr. Die Sinnenswahrnehmungen werden durch unseren „Filter“ des eigenen Glaubenssystems, innerer Einstellungen und Annahmen zu uns selbst und der Welt interpretiert. Die Gedanken und Gefühle zu der aktuellen Situation entstehen auf Basis dieser Interpretation. Entsprechend unserer Gedanken und Gefühle treffen wir eine Entscheidung oder Wahl. Diese zieht wieder eine Handlung nach sich.

Die Wichtigkeit des Hinterfragens statt blinden Vertrauens

Wir haben selbst somit keinen direkten Einfluss auf unsere Gedanken und Gefühle. Denn diese sind ja durch unser Glaubenssystem bestimmt. Aber wir haben Einfluss auf das, was wir glauben. Indem wir Fragen stellen. Indem wir etwas erfahren und uns niemand diese Erfahrung nehmen kann. (Das ist der Grund warum Menschen nach Nahtoderfahrungen ihr Leben häufig komplett anders gestalten.) Oder indem wir uns anschauen, wie die Natur funktioniert. Naturforscher wie Viktor Schauberger hinsichtlich des Wassers und Uli Mohr hinsichtlich des Lebens machen es vor. Das kann ein Schritt vom Glauben zum Wissen sein.

Erkenne deine Glaubenssätze und steigere deine Lebensqualität

Wenn du erkennen möchtest, welchen Einfluß deine Glaubenssätze auf dein Leben haben, und wie du durch reine Wahrnehmung deiner Glaubenssätze schon deine Lebensqualität steigerst, dann registriere dich hier und du bekommst sofort eine Anleitung in dein Postfach.

 

2017-12-09T08:46:00+00:00

2 Comments

  1. […] Im zeitlichen Verlauf nach rechts dargestellt findet immer weniger wirkliche Entspannung im Sinne des Nervensystems statt. Ein wesentlicher Grund dafür sind unsere Glaubenssätze und unser daraus bestehendes Glaubenssystem. Wir denken, wir müssen. Wir denken wir … Mehr dazu findet ihr hier. […]

  2. Über mich - Jens Dreyer 10. Juni 2017 at 13:22 - Reply

    […] „geheilt“. Trotzdem waren diese Stationen wichtig, weil ich in den Momenten ja daran geglaubt habe. Heute zieht es mich immer mehr in die Natur. Das auch mit den Menschen, die ich begleite. Mit […]

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