Begreife dein Leben als Weg

Manchmal kann das Leben extrem hart erscheinen

Krankheit, Sitzenbleiben in der Schule, Kündigung genauso wie heftige politische Entwicklungen sind nur einige Beispiele für Lebenslagen, in denen auf einmal alles andere nicht mehr so wichtig erscheint. Wir bewerten diese Umstände meistens negativ. Denn Veränderungen bringen uns aus dem Gewohnten, unserer Komfortzone. Mögliche Reaktionen sind zu erstarren (vor Angst), sich wehren gegen Veränderungen und am Alten festhalten oder sich zu bewegen. Die Bewegung kann dabei sowohl im Außen sein: mit Menschen unseres Vertrauens darüber sprechen, eine Bewerbung schreiben, etc. Als auch im Inneren: unser Weltbild hinterfragen, gefühlvoller mit uns umgehen sowie auf unser Bauchgefühl hören und Veränderungen umsetzen. Wie unsere Reaktion ausfällt können wir wiederrum garnicht bewusst steuern. Denn unsere Gefühle hängen von unserem Weltbild und den zu Grunde liegenden Glaubenssätzen ab. D.h. es ist völlig individuell, wie jemand auf eine bestimmte Veränderung reagiert.

Eine Lebenslage dieser Art begann bei mir vor zehn Jahren mit Knieschmerzen: Diagnose Patellaspitzensyndrom, von einem auf den anderen Tag. Die heftigen Schmerzen begleiteten mich sieben Jahre lang 24 Stunden am Tag. Aus diesem „Leiden schafft“ wurde inzwischen meine Leidenschaft, was eine enorme innere Bewegung meiner Gefühle und Werte vor sich hatte.

Was ist das Leben?

Wir Menschen sind spirituelle Lebewesen. Und unser Leben manifestiert sich hier in der dreidimensionalen Wirklichkeit. Beides ist real. Das möchte ich nicht einfach nur behaupten, sondern mit Indizien die Spur zu diesen Tatsachen legen.

Spiritualität bedeutet für mich Geisitigkeit, eine unsichtbare Verbindung von allem und damit eine Unendlichkeit. Sie hat für mich nichts mit Kirche oder kirchlicher Religion zu tun. Aber mit der ursprünglichen Bedeutung des Wortes religio: Rückbesinnung auf deine Wurzeln. Ich hatte vor einigen Monaten ein Gespräch mit einem mir sehr wichtigen Mann. Dieser erklärte mir, dass aus seiner Sicht mit dem Tod alles zu Ende sei. „Das Licht geht aus.“ waren seine Worte. Diese Ansicht ist noch sehr weit verbreitet. Überprüfe, wo du selbst stehst. Denn die Angst vor dem Tod ist vielleicht die Stärkste, aber im Alltag häufig am tiefsten Verborgene, in unserem Leben.

Einige Indizien, anhand derer du selbst die Spur zur Spiritualität aufnehmen kannst:

  • Naturgesetz „Energie ist wandelbar, nicht zerstörbar.“ Im Physikunterreicht habe ich vor vielen Jahren den Energieerhaltungssatz gelernt, der genau dieses besagt. Bei der Betrachtung von Wasser, als eine Form von Energie, kann dieses Naturgesetz jeder ganz einfach beobachten und überprüfen: Wasser kann in drei Aggregatzuständen sein: fest, flüssig, gasförmig. Es ist aber nicht zerstörbar. Genauso verhält es sich mit unserer Lebensenergie, unserem Bewusstsein: wenn wir sterben verrottet nach und nach unser Körper und wird dabei in andere Stoffe umgewandelt. Unser Bewusstsein, auch wenn unsichtbar, ist aber noch erhalten. Menschen, die Nahtoderlebnisse hatten, sprechen häufig von einem Austritt und Beobachten ihres Körper und des Drumherums. Ich hatte nie solche Erlebnisse, deswegen kann ich sie nicht bestätigen. Interessant ist jedoch die Vielzahl dieser Erlebnisse von Menschen aus aller Welt. Und damit sind wir schon beim nächsten Thema:
  • Nahtoderfahrungen: Menschen die Nahtoderfahrungen gemacht haben, leben danach häufig ganz anders. Ihr Weltbild, ihre bisher verinnerlichten Werte und dabei zugrundeliegend ihre Glaubenssätze wurden bei der Verarbeitung dieses Erlebnisses gewandelt. Raymond A. Moody und Elisabeth Kübler-Ross haben hier jahrzehntelang geforscht und veröffentlicht. Das Buch Moody – Leben nach dem Tod | Die Erforschung einer unerklärlichen Erfahrung kann ich sehr empfehlen. Folgendes hat mich an dem Dargestellten am meisten beeindruckt: die befragten Menschen erklärten fast immer, dass sie keine Worte kennen, die die Zustandsform und den „Ort“ beschreiben konnten. Jenseits unserer Sinne sowie unserer hier weltlichen Erfahrungen und Sprache.
  • Träume: Wenn du träumst fühlt sich alles real an. Alle Gefühle, alle Konfrontationen mit der Traumwelt. Zumindest ist das bei mir so. Du hast sicherlich auch schonmal geträumt?! Wie fühlt sich das für dich an? Erkennst du, dass es ein Traum ist? Oder nicht? Träume sind real und doch wieder auch nicht.
  • Familienaufstellungen: Bei Aufstellungen werden aus einer vorhandenen Gruppe Menschen stellvertretend für Mitglieder oder andere Aspekte eines üblicherweise sozialen Systems wie einer Familie gewählt. Anschließend werden sie repräsentativ in einem realen Raum zueinander in Beziehung aufgestellt. Die unsichtbare Dynamik bspw. innerhalb einer Familie lässt sich sehr gut in der Aufstellung nachvollziehen. Auch wenn tote Menschen involviert sind. Die Teilnahme an einigen Familienaufstellungen hat mich anfangs echt extrem staunen lassen. Mir wurde schnell klar, dass mein ingenieur-lastiges Weltbild erweitert werden kann 😉
  • Stimmungen: Du betrittst einen Raum in dem schon ein oder mehrere Menschen sind und merkst sofort eine „gewisse“ Stimmung. Dazu muss niemand etwas gesagt oder getan haben.

Indizien für die erlebte dreidimensionale Wirklichkeit sind für dich wahrscheinlich selbst leicht zusammenzutragen: der Schmerz nach einem Sturz, anfassbare Gegenstände genauso wie die genußvollen Tätigkeiten des Essens und Trinkens sind nur wenige von vielen, die wir erleben.

Mit wirklichem Wissen zu mehr Vertrauen in Veränderugen

Forscher wie Nikola Tesla, dem wir den Wechselstrom zu verdanken haben, tat es. Viktor Schauberger, aus dessen Schriften wir viel über Wasser lernen können, tat es. Und zahlreiche andere frühere Forscher auch. Sie beobachteten die Natur, folgerten wie sie funktioniert und übertrugen diese Wirkmechanismen auf ihre Forschungsgebiete. Ulrich Mohr machte genau dies auch mit Wasserbeobachtungen, die er in das Themengebiet der Psychologie und des Lebens übertrug (Simplonik).

Mir ist der Bezug zur Natur sehr wichtig geworden, denn ich habe alleine bei meiner Knieschmerz-Geschichte dutzende Theorien kennengelernt, was mir denn helfen könnte. Die Natur und ihre Gesetze gelten überall. Sie beschreiben die Wirklichkeit. Da gibt es keine Diskussion. Wenn es eine Ausnahme gibt, ist es kein Naturgesetz. Klingt sehr einfach. Bei mir hat es Jahre gedauert, bis ich darauf gestoßen bin und es verinnerlichen konnte. Mein vorheriges Weltbild war doch extrem von Kompliziertheit und dem Vertrauen auf vermeintliche Experten geprägt.

Befindest du dich jetzt in einer ganz oben genannten oder ähnlichen Lebenslage, die du negativ bewertest, ist das Verständnis von einem Naturgesetzen enorm wichtig: Alles, was existiert, hat zwei Pole. Du kannst dieses Gesetz an einem Bach beobachten. Es gibt einen Ort relativer Fülle (+), die Quelle, und einen Ort relativer Leere (-). Dorthin fließt das Wasser. Plus und Minus wollen sich aufgrund ihres Ungleichgewichts ausgleichen. Du kannst dieses bspw. auch bei einer Batterie beobachten. Und auch an vertrauten Gegensätzen, ohne die unsere Welt nicht denkbar wäre: bspw. Tag – Nacht, Anspannung – Entspannung sowie Ruhe – Bewegung.

Die von dir bewertete Negativität zu deinem Problem bewegt dich, Ausgleich für das vorhandene Ungleichgewicht zu suchen. Was sich nicht bewegt, steht. Was steht, stirbt. Dazu einige Beispiele: Wasser wird schal, der Mensch unmotiviert, leistungsschwach und krank. Und das eingegipste Bein ist in wenigen Tagen dünn.

Jenseits von richtig und falsch schwingt das Leben innerhalb unserer Gefühlswelt zwischen von uns positiv und negativ bewerteten Gefühlen. Ich habe meine damaligen Knieschmerzen als sehr negativ bewertet. Das war mein Antrieb mich in Bewegung zu setzen. Nach Heil zu suchen. Das Pulsieren zwischen Freude bei der nächsten Heilungschance und Trauer, wenn es wieder nicht klappte, brachte mich Schritt für Schritt dazu, erst mein medizinisches und dann diverse andere Weltbilder und Wertvorstellungen zu hinterfragen und vor allem zu durchfühlen.

Viele Dinge, die mir selbst von mir und der Welt unbewusst waren, sind es jetzt nicht mehr. Dadurch „wuchs“ mein Bewusstsein. Auch für mich selbst, für das, was mir guttut. Ich vertraue weniger auf Wahrheiten, sondern mehr auf mich, meine Sinneswahrnehmungen und mein Bauchgefühl. Das entspannt. Und: ich schnüre wieder meine Laufschuhe und gehe schmerzfrei joggen.

Neue Wege entstehen beim Gehen

Symptome und unerwünschte Lebensereignisse werden damit Signale, für Veränderungen im Leben. Ich komme dem, was für mich wesentlich ist, also für mein spirituelles Wesen relevant ist, näher. Unbewusst – also im Unterbewusstsein – spiegelt mir dieses Thema etwas in meinem eigenen Wesen. Deshalb wird es ja auch in einigen psychologischen Lehren Schattenanteil genannt. Die Wandlung der inneren Gefühlswelt geschieht über das Zulassen der Gefühle und das bewusste Fühlen. Das verändert die eigene Gefühlswelt, Weltbilder und Glaubenssätze werden durchlebt und synchron stellen sich im Außen Veränderungen ein.

Unser Leben ist spirituell und psychosomatisch. Das war mir vorher nicht bewusst. Und ich hätte mich ohne Antrieb, in meinem Falle die Knieschmerzen, nicht auf den Weg gemacht.