Zu Frieden mit viel und wenig Geld

Hinter Deckmänteln wie Smartphone-Marke, Klamotten, Karriere, Arbeitslosenzahlen oder Wirtschaftswachstum verbirgt sich ein Thema: Geld. Geld ist häufig Auslöser für Neid und Mißgunst. Und für viele Menschen ein Antreiber sich zu bewegen. Geld steht für einen vermeintlich höheren Status in der Gesellschaft. Zu Frieden zu sein mit viel und wenig Geld entspannt das eigene Leben und lässt die eigene Lebensqualität enorm ansteigen. Ob und wie das möglich ist, beschreibe ich in diesem Artikel.

Was ist Geld?

Bevor es Geld gab, wurden Waren und Dienstleitungen getauscht. Jemand hatte Hühner und jemand anderes hatte Getreide. Sie haben sich auf ein Tauschgeschäft geeinigt und beide hatten jeweils auch das andere.

Irgendwann haben sich bspw. auf der Basis von Metallen wie Kupfer, Silber oder Gold Tauschmaßstäbe entwickelt. Sie hatten auch damals schon Funktionen des heutigen Geldes: Tauschmedium, Zahlungsmittel, Wertmesser und Wertspeicher.

Geld ist heute bedrucktes Papier, geprägte Münzen, Zahlen im Online-Banking oder neuerdings auch in zahlreichen digitalen Währungen dargestellt. Ein großes Problem: die Geldmenge ist nicht begrenzt. Das pervertiert Vieles in unserer Gesellschaft. Zins und Zinseszins tun ihr Übriges. Beides ist sehr interessant, aber nicht Thema dieses Artikels ist.

Geld als Quelle für Lebensmittel

In unserer heutigen Gesellschaft hat kaum jemand ein Huhn oder Getreide aus eigenem Anbau. Das Überleben ohne Geld ist für die meisten Menschen unvorstellbar. Die Entfernung von der Natur und der Fort-Schritt Richtung Industrialisierung hat lange Zeit sehr wenig Platz gelassen für handwerkliche oder naturorientierte Fertigkeiten. Diese Behauptung kann jeder an der aktuellen Entwicklung in der Landwirtschaft hin zu Industriebetrieben überprüfen. Das Überleben eines Einzelnen oder einer Gemeinschaft wie einem Dorf oder gar einer Stadt ist heute ohne Supermarkt und der Kette dahinter also nicht möglich.

Geld als Sicherheit

Aus der Angst heraus nicht Überleben zu können, entwickelt sich schnell ein Sicherheitsbedürfnis. Gespräche mit Freunden und Beiträge in den Medien zu Themen wie Rentenlücke verstärken diese Entwicklung. Die Anhäufung von Geld sichert vermeintlich das eigene Leben ab. Wie hoch ist deine Grenze, ab der du dich sicher fühlen würdest?

Interessanterweise gibt es keine Kopplung „Mehr Geld = Mehr Sicherheit“. Das kannst du auch selbst überprüfen, indem du mit Menschen sprichst, die mehr Geld haben als du.

Auch Geld an sich schafft keine Sicherheit. Dazu findest du eine Spur, indem du Beiträge über Plünderungen nach Stromausfällen recherchierst. Was würde passieren, wenn der Strom für einige Wochen ausfällt? Unvorstellbar vielleicht. Aber dieses Gedankenspiel bringt dich dazu, deine und die menschlichen natürlichen Verhaltensweisen kennenzulernen. Krieg und der berühmte „Black Friday“ sind weitere Beispiele.

Sicherheit in der Gesellschaft: Mehr als Geld

Umfragen zu Gründen, warum Menschen bestimmte Tätigkeiten oder Jobs nachgehen, bestätigen auf der anderen Seite, dass Geld nicht das alleinige Thema ist. Uns Menschen treibt vor allem Anerkennung und Dazugehören an. Diese sind wesentliche Themen zur Lösung und zentrale Aspekte meiner Begleitung und Seminare.

Um in der Gesellschaft, Gemeinschaft, unserem Freundeskreis oder unserer Familie anerkannt zu sein, „leben“ wir bestimmte Rollen. Wir sind PartnerIn, Vater oder Mutter, Angestellte(r), Selbständige(r), engagieren uns in Vereinen oder sind für unsere Freunde da.

Ich weiß noch genau, als einmal eine junge Frau zu mir kam und meinte, sie könne sich selbst nicht mehr fühlen. Sie funktioniert nur noch. Genau das ist die Auswirkung dieser beschriebenen Rollen. Jeder Mensch sollte zuerst für sich selbst dasein. Und wenn das kraftvoll gelingt, auch für andere.

Geld als Status

Zu einigen der beschriebenen Rollen gehört bei vielen Menschen das Thema Geld. Innerhalb einer Partnerschaft kann Geld z.B. als Macht- und Druckmittel verwendet werden oder um die Liebe des Gegenübers zu erkaufen. Das Motiv dahinter kann das eigene „nicht alleine sein können“ sein. Innerhalb seines Freundeskreises kann Geld genutzt werden, um als großzügig zu gelten und deswegen gemocht zu werden. Oder um einen hohen Rang darzustellen, um die eigene Minderwertigkeit zu verdecken. So finden sich unzählige Beispiele. Die Bewusstmachung der eigenen Motive ist der erste Schritt in Richtung Entspannung und Frieden mit Geld.

Motive und Glaubenssätze: Naturgesetzliche Lösung des Themas

Die Beispiele des beschriebenen „nicht alleine sein können“ oder das eigene Minderwertigkeitsgefühl sind die wirklichen Motive. Auch wenn das Konto vieler Menschen voll ist, fühlen sie sich innerlich leer. Der Antrieb noch mehr zu arbeiten, noch mehr zu sparen, sich noch mehr einzuschränken in seinen eigenen Bedürfnissen und dem Geld den Vorrang einzuräumen ist geboren.

Sich diesen Motiven bewusst zu machen über die eigenen Glaubenssätze leitet die Entspannung und Lösung ein. Schritt für Schritt können dann die eigenen Gefühle dazu gefühlt und damit gewandelt werden. Das eigene Leben gewinnt an einer neuen Perspektive. Und Geld kann als das gesehen werden, was es ist: Tauschmedium, Zahlungsmittel und Wertspeicher. Wobei der Wert nicht mit dem eigenen Selbstwert verwechselt werden sollte.

Geld für Arbeit und Leistung

In unserer Gesellschaft ist Geldverdienen gedanklich bei den meisten Menschen mit Leistung und Arbeit verknüpft. Deswegen rotieren wir. Aber wie viele Beispiele kennst du, wo jemand nicht viel arbeitet oder leistet und trotzdem genug Geld hat? Diese Frage ist wichtig, denn sie bringt dich auf die Spur, dass auch Geld bzw. der eigene Geldfluß und -besitz aus spiritueller Sicht zu betrachten ist. Welche Lernerfahrungen machst du mit viel oder wenig Geld? Bist du mit viel Geld automatisch innerlich reich? Bist du mit wenig Geld automatisch unglücklich oder kannst nicht überleben?

Geld bewegt Handlungen

In vielen spirituellen und geistigen Bewegungen wird Geld und seine Auswirkungen schlecht gemacht. Oder der Besitz davon und sein Nutzen als überflüssig tabuisiert. Doch leben wir als geistige Lebewesen in einer materiellen Welt. Aufgrund dessen, dass Geld gerade existiert kann es weder überflüssig noch schlecht sein. Geld bewegt Handlungen. Das Motiv der Handlung ist immer entscheidend. Und da sind wir wieder bei uns Menschen, unseren Rollen und.

Deine beste Investition

Da wir alle nicht wissen, was in drei Minuten, drei Monaten, drei oder 30 Jahren ist, ist die Beste Investition in dich und dein Herzensthema im Hier und Jetzt. Daraus kann sich ein begeistertes Leben entwickeln.